1. Juni 2012

Pfingstlager 2012 in Haltern am See

Category: Allgemein — Patric @ 08:32

Das diesjährige Pfingstlager hat wie geplant in Haltern am See stattgefunden. Die Stadt Haltern liegt an der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und wird auch als das Tor zum Münsterland beschrieben.
Eingebettet in den Naturpark Hohe Mark.
Am Freitag den 25.05 haben wir uns bereits um 15:00 Uhr zum Packen getroffen. Dieses Jahr hat es keinen Vortrupp gegeben, der wie die Jahre zuvor bereits 1-2 Tage früher gefahren ist um alles
vorzubereiten. Das war jedoch nicht wirklich schlimm, da wir ja wissen, dass wir Kinder und Jugendliche haben die mit anpacken können.
Gesagt und getan. In 1,5 Std. war alles verstaut und die Meute stand Abfahrbereit vor den Autos. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Eltern.
Verteilt auf 3 Klein-Busse und zwei PKWs fuhren wir also Richtung Haltern. Die 110 km waren mit etwas Stau in 1,5 Std. geschafft und endlich waren wir am Ziel.
Der ausgewählte Platz war dieses mal etwas anders als sonst. Es war kein klassischer Pfadfinder-Zeltplatz sondern ein Campingplatz mit angegliedertem Lagerplatz für Jugendgruppen. Gerne lernen
wir auch mal was Neues kennen. Auf dem Platz lagerte bereits die KJG (kath. Junge Gemeinde).
Schnell packten wir unsere Sachen aus und schlugen unser Lager auf. Wir lagerten um einen großen Beach-Volleyball-Platz herum. Das hat man nicht alle Tage. 🙂 Gegen 20:30 standen alle Zelte und das Essen war von unserem Küchenteam angerichtet. Tomatensuppe mit Bohnen und Würstchen, lecker. Nach dem Essen wurden die Spüldienste für das Wochenende eingeteilt und der ganze Kram weggespült. Parallel holten wir unser Gepäck und bezogen die Zelte. Den Abend ließen wir nach den ganzen Anstrengungen gemütlich am Lagerfeuer mit Gesang ausklingen.
Am nächsten Tag stand unser großer Ausflug bevor – Dülmener Wildpferdefang.
Der Tag beginnt morgens immer gemeinsam mit einer großen Morgenrunde und einem kleinen Spielchen. Wir nennen es auch den Schritt in den Tag.
Im Anschluss haben wir gefrühstückt um uns für unseren Tag zu stärken. Die Dienste erledigten ihre Arbeiten und dann wurde die nähere Umgebung erkundet sowie der See
in Augenschein genommen. Um 12:30 haben wir uns an den Autos getroffen um gemeinsam Richtung Merfeld zu fahren wo sich in der Nähe die Wildpferdefangbahn befindet. Unterwegs kamen
wir dann in den dicksten Stau, wir waren offensichtlich nicht die einzigen die sich das Spektakel anschauen wollten. Aber was wäre der Pfadfinder wenn er sich nicht eine Beschäftigung suchen würde um sich die Zeit zu vertreiben. Im Stau haben wir die Autos „gerockt“ (am Auto wackeln), die Fahrzeuge wurden gewechselt und sie wurden angeschoben  sehr umweltbewusst. Nachdem es
dann weiterging hatten einige Kinder etwas Mühe die Autos wieder zu erreichen… Naja, alles in allem hatten wir sehr viel Spaß.
Nachdem wir dann endlich da waren, gingen wir gemeinsam Richtung Arena. Unsere Kluften und der Stammesbanner ließen keine Zweifel, dass wir Pfadfinder sind und somit hatte uns die Presse schnell
im Auge und wir standen gerne für ein kurzes Interview zur Verfügung. Was ist eigentlich der Dülmener Wildpferdefang??
Das Dülmener Wildpferd gehört zu einer Kleinpferderasse welches überwiegend in Dülmen im Merfelder Bruch, einem rund 350 Hektar großen Naturschutzgebiet, lebt. Derzeit leben ca. 300
Wildpferde in diesem Areal. Es handelt sich hierbei um die letzten, in Wildnis lebenden Pferde, Deutschlands. Der Mensch greift zum größten Teil nicht in dieses Ökosystem ein.
Einmal im Jahr werden die Pferde in die Arena getrieben um die einjährigen Hengste aus der Herde heraus zu fangen. Gefangen werden die Pferde von den bloßen Händen kräftiger Männer. Dies ist
eine sehr harte Arbeit und teilweise sehr spektakulär. Dieses Jahr wurden rund 50 Tiere herausgefangen. Im Anschluss werden sie auf einer Auktion versteigert. Bevor dies geschieht, gibt es noch einige Showeinlagen und Attraktionen im Vorhinein. Gegen 18:30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Wir waren vor allem alle sehr fasziniert von dem donnernden Ein- und Auszug der Pferde. Hier kann man sich ein Fernsehübertragung eines lokal Senders ansehen, in dem wir ein kleines Interview geben.

Gegen 19:30 Uhr waren wir wieder auf unserem Lagerplatz und das Essen war bereits vorbereitet. Ziemlich erschöpft und vor allem ausgelaugt von der Sonne und der Hitze ließen wir den Tag
entspannt ausklingen.
Am Sonntag haben wir bis Mittag eine Freizeitphase eingebaut in der wir verschiedene Spielangebote gemacht haben. Sei es Hacky-Sack-Golf, ein Versuch auf der Slackline, eine Runde Black Jack, Beach-
Volleyball, … für jeden war was mit dabei.
Nach dem Mittagessen haben wir Gruppenspiele mit einem Schwungtuch gespielt. Da das Wetter einfach nur heiß und super sonnig war entschieden wir uns spontan ins Freibad zu fahren. Das Wasser brachte auf jeden Fall die nötige Abkühlung und Sprungtürme und Wasserrutsche rundeten den Ausflug ab.
Am Abend wurde gegrillt und Stockbrot über dem Feuer geröstet oder auch schwarz gemacht 😉 Nach der Lagerfeuerrunde war eigentlich eine Nachtwanderung für die Wölflinge angedacht, aber
diverse Zwischenfälle beschäftigen die Leiter und auch die Kinder, sodass nur die Juffis und Pfadis unterwegs waren. Es läuft halt nicht immer alles wie geplant.
Der Montag stand im Zeichen von Abbau und Wegräumen wobei wir so gut in der Zeit lagen, dass wir noch Zeit für ein lustiges Spiel hatten – Halt Deine Höhle sauber! Hierbei geht es darum Gegenstände
in die gegnerische Höhle zu werfen und seine eigene dabei sauber zu halten. Das alles natürlich mit vollem Körpereinsatz im Sand. Sehr schweißtreibend! Parallel gab es noch einen Workshop zum Thema Schwarzzelte.
Um 13:00 wurden noch schnell einige Gruppenfotos gemacht und dann ging es ab Richtung Heimat. Aufgrund des trockenen Wetters konnte alles direkt im Materialraum verstaut werden und nach der
Abschlussrunde wurden fast alle heil an die Eltern übergeben ;-).

Das Feedback der Kinder war ausgesprochen gut und die Leiter schließen sich da gerne an.

Wir danken der HKV Schmitz für den gelben Blinklicht-Bus, der Britta mit Familie für den Anhänger und der AVIS für die ausgeliehenen zwei Busse.

Danke auch an das super Küchenteam und die Eltern für das Ein- und Ausladen.